
Mahnwache für Schweine in Bazenheid
Medienmitteilung • Bazenheid SG, 10. August 2026 – Beim Schlachthof in Bazenheid, einem der grössten der Schweiz, fand heute Morgen eine Mahnwache für Schweine statt. Zudem wurde gegen die umstrittene CO2-Betäubung protestiert, die bei Schweinen Schmerzen und Erstickungspanik auslöst.
Am Montagmorgen, 10. August, von 6 bis 8 Uhr haben 20 Tierrechtsaktivist:innen ihre bisher grösste Mahnwache vor dem Schlachthof in Bazenheid abgehalten. Dabei zündeten sie Kerzen an und machten mit Schildern auf die Schweine aufmerksam, die täglich im Schlachthof getötet werden. Die Mahnwachen werden seit rund einem Jahr monatlich von engagierten Privatpersonen durchgeführt. «Schweine fühlen genau wie Hunde oder Katzen. Es ist ein Unrecht, dass sie für unseren Konsum zu Tausenden in den Tod gehen müssen», sagt Annina Egli, die die Mahnwachen organisiert. Sie ruft dazu auf, den Schweinen zuliebe auf pflanzliche Alternativprodukte auszuweichen.

Die Aktivist:innen protestierten zudem mit einem Banner gegen die umstrittene CO2-Betäubung, die auch in Bazenheid zum Einsatz kommt. Dabei werden Schweine vor der Schlachtung in einen mit Kohlendioxid gefüllten Schacht versenkt, was Atemnot, Panik und Schmerzen auslöst. Schon 2004 wollte eine EU-Behörde die Methode aus Tierschutzgründen verbieten, sie kommt aber weiterhin zum Einsatz, weil sie kostengünstig ist. Auch in der Schweiz werden rund 85% der Schweine damit betäubt. «Die CO2-Betäubung ist versteckte Tierquälerei. Wer Schweinefleisch kauft, unterstützt das leider», sagt Céline Schlegel, Geschäftsleiterin der Schweizer Tierschutzorganisaiton Animal Rights Switzerland, die bei der Aktion dabei waren.
Rund 700’000 Schweine werden pro Jahr im Schlachtbetrieb St. Gallen AG (SBAG) in Bazenheid geschlachtet. Am Schlachthof beteiligt ist unter anderem die Micarna.






